Teich-Wiki

DIE GRENZENLOSEN MÖGLICHKEITEN DES TEICHBAUS

Das kleine 1×1 vom Teich

Bei den teichitekten erhalten Sie grundlegende Informationen, rund um den Teich und die Teichpflege. Sprechen Sie uns an. Gern helfen wir Ihnen bei der Planung Ihres Teiches und unterstĂŒtzen Sie bei der Pflege Ihres Wassergartens. Unsere Teichpartner sorgen gemeinsam mit Ihnen dafĂŒr, dass Sie sich das ganze Jahr an ihrem Teich erfreuen können.

Diese Basis-Fakten sollten Sie jedoch immer berĂŒcksichtigen.

Die Top 3 der Teichpflege

  1. RegelmĂ€ĂŸiger Teichcheck
  2. Die Wasserwerte im Auge behalten
  3. Algen wirksam vorbeugen

So bleibt Ihr Teich in Form. Unsere Tipps, die immer funktionieren:

  • Tiefere Teiche und grĂ¶ĂŸeres Volumen sorgen fĂŒr bessere Pufferung (Widerstandskraft)
  • Pflanzen helfen, NĂ€hrstoffe zu binden und abzubauen
  • Sauerstoff ist Powerstoff
  • Weniger Fische sind besser fĂŒr die WasserqualitĂ€t
  • Viel hilft nicht viel (Futter, Pflegemittel, etc.)
  • RegelmĂ€ĂŸig reinigen (Schlamm, BlĂ€tter, Pollenstaub)
  • Nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig reinigen. NĂŒtzliche Mikroorganismen werden zerstört
  • Teiche stets gegen unbefugte Nutzung sichern
  • Erst BudgetgrĂ¶ĂŸe, dann TeichgrĂ¶ĂŸe bestimmen. Angepasst bauen.
  • QualitĂ€t schlĂ€gt QuantitĂ€t

NĂŒtzliches Wissen rund um den Teich

Die teichitekten versorgen sie mit Wissenswertem rund um den Teich. Über die VorgĂ€nge im und am Teich können Sie gar nicht genug lesen. Bevor Sie einen Teich planen oder einen Teich anlegen – informieren Sie sich ĂŒber die biologischen und limnologischen ZusammenhĂ€nge in Ihrem Wassergarten. Je lĂ€nger werden Sie Freude an Ihrem Kleinparadies haben.

Egal ob Sie einen Zier-, Schwimm- oder Fischteich haben: Es gibt zahlreiche Einfluss-Faktoren, die das biologische Gleichgewicht am KleingewÀsser stören können und denen Sie Beachtung schenken sollten.

Wussten Sie zum Beispiel:
… dass eine landwirtschaftlich geprĂ€gte Umgebung durch den Einsatz von DĂŒnger oder Pestiziden eine Auswirkung auf die WasserqualitĂ€t haben kann?
… dass einige Fischarten ausschließlich geradeaus schwimmen können und somit möglichst keine Ecken in Ihrem Teich vorfinden sollten?
… dass stromfĂŒhrende GerĂ€te an Schwimmteichen – wie zum Beispiel eine Teichpumpe oder ein Teichfilter – nur außerhalb des Wasserbeckens, mit einem Abstand von mindestens 2 Metern betrieben werden dĂŒrfen?

Gartenteiche von A bis Z

AlgenblĂŒte oder auch WasserblĂŒte genannt. Ihr Auftreten kann mehrere Ursachen haben – in vielen FĂ€llen liegt es an zu hoher “NĂ€hrstoffe” im Teich, wie z.B. Phosphat, Nitrat, Ammoniak und Ammonium. Diese gelangen auf verschiedenen Wegen in den Teich. Ein zu hoher Phosphat- und Nitratgehalt verursacht, dass der Teich trĂŒb und grĂŒn wird, oder in ganz besonderen FĂ€llen auch blau oder rot. Man bezeichnet dieses PhĂ€nomen auch als AlgenblĂŒtenteppich.

Bachlaufschalen werden gerne im japanischen Garten, Gartenteich oder auch am Schwimmteich eingebaut. Diese gibt es in verschiedenen Arten wie z.B. aus PE, GfK, EPDM-Folie oder PVC-Folie. Daher kann man einen Bachlauf aus verschiedenen Materialien gestalten. Ein Bachlauf an einem Gartenteich ist ein schönes Wasserbild und versorgt zusÀtzlich Ihren Garten- oder Schwimmteich mit zusÀtzlichem Sauerstoff.

Bakterien sind ĂŒberall (Luft, Wasser, Boden). Daher haben alle Garten- und Teichbesitzer mal mehr und mal weniger mit den Bakterien zu kĂ€mpfen. Je grĂ¶ĂŸer die Luftfeuchtigkeit ist, desto aktiver werden die Bakterien. Durch organische Substanzen im Teich oder Garten wird die Vermehrung gefördert. Durch eine Teilung oder Sprossung können sich Bakterien teilen. Das sind winzig kleine, einzellige Organismen, die vier verschiedene Formen haben. 1. runde kugelige Form (Coccus, Kokken, Kugelbakterien) 2. stĂ€bchenförmige Form 3. spiralförmige oder schraubenartige Form (Spirillum), 4. fadenförmige Form.

Ein wichtiger Bestandteil, der in der Zellwand der Bakterien vorkommt, ist Peptidoglycan (PGN). Peptidoglycan ist ein aus AminosĂ€uren und Zucker zusammengesetztes MolekĂŒl. PGN sorgt fĂŒr Festigkeit und fĂŒr die Form eines Bakteriums. Ein Unterschied ist die StĂ€rke (Dicke) der HĂŒlle. Liegt der Wert bei 20-80 nm spricht man ĂŒber grampositiven, bei < 10 nm spricht man ĂŒber gramnegative.

Biofilter mĂŒssen in jedem Garten, Gartenteich und Teich eingesetzt werden. Der Zweck eines Biofilters ist, dass die verschiedenen Schadstoffe und Substanzen gereinigt werden. Ein Biofilter hat verschiedene Filtermaterialien, z.B. Schaumstoffmatten, hier werden die Schadstoffe gefiltert (absorbiert). Die fixierten Mikroorganismen werden von den Filtermaterialien abgebaut und gleichzeitig neue Biomassen gebildet. Der Überschussschlamm im Biofilter wird in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden automatisch oder mechanisch mit Wasser rĂŒckgespĂŒlt.

Biologische Selbstreinigung ist eine besondere FĂ€higkeit von Boden- und GewĂ€sserorganismen mit Hlfe von Mikroorganismen. Eine Selbstreinigung des GewĂ€ssers oder Naturteiches ist von verschiedenen physikalischen Faktoren abhĂ€ngig. Z.B.: Gestalt des Fließbettes, Fließgeschwindigkeit, Wassertemperatur, Wassertiefe, Sonneneinstrahlung, Fließgeschwindigkeit, Eindringen der Schadstoffe, Frischwasser, Regenwasser usw. Große und natĂŒrlich geformte GewĂ€sser oder Naturteiche mit einer großen OberflĂ€che und starker Strömung sorgen fĂŒr einen besseren Sauerstoffeintrag. Ist eine optimale funktionierende Biozönose vorhanden, kann die Selbstreinigung stattfinden.

Biologische Stickstoffumwandlung ist ein Sammelbegriff fĂŒr Ammonifikation (d.h. Hydrolyse des Harnstoffs zu Ammonium), Nitrifikation (Ammoniak bzw. Ammonium zu Nitrat) und Denitrifikation (Abbau von Nitrat zu Stickstoff). Diese VorgĂ€nge laufen in der Natur völlig selbststĂ€ndig ab. Dieses Wissen wird verstĂ€rkt bei Teichanlagen und fĂŒr Gartenteiche technisch eingesetzt, um den Abbau von Stickstoffen zu gewĂ€hrleisten.

Biotope sind ĂŒberall, auch in unserem Garten (japanischer Garten, botanischer Garten, mediterraner Garten). Alle Bestandteile in der Landschaft, die natĂŒrlich oder vom Mensch erschaffen worden sind (z.B. BĂ€che, FlĂŒsse, Seen, WĂ€lder, Pflanzen, Wiese, GĂ€rten, Tiere, WĂŒste). Jedes einzelne Biotop hat seinen eigenen Lebensraum und grenzt sich wiederum von anderen Biotopen ab. Hier leben bestimmte Tiere und Pflanzen in einer Gemeinschaft (Biozönose). Ein Lebensraum fĂŒr eine einzelne Art nennt man Habitat. Dieser kann aus mehreren Biotopen bestehen, aber ein Biotop kann viele Habitate bereitstellen. Ein Ökosystem besteht also aus Biotop und Biozönose.

In jedem Garten finden wir BlÀtter. Eine Hauptaufgabe der BlÀtter ist die Zusammensetzung (Photosynthese) der Erzeugung von energiereichen Stoffen und aus energiearmen Stoffen mit Hilfe von Licht und Sonne. Die werden von Pflanzen, Algen und einige Bakteriengruppen betrieben. Durch den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll und Sonnenlicht können sie energiereiche Stoffe aus Kohlenstoffdioxid aufbauen. Hiermit stellen die Pflanzen ihre eigene Nahrung her. So entstehen auch Kohlenhydrate und Sauerstoff, den die Tiere und der Mensch zum Atmen braucht. Diesen Wechsel nennt man auch Assimilation (Angleichung, Eingliederung). In diesem Stoff- und Energiewechsel werden in den aufgenommenen Stoffen fremde Stoffe unter Energiezufuhr zur körpereigenen Verbindung umgewandelt. Der Aufbau und die Funktion eines Blattes ist immer gleich, es besteht aus Blattspreite, Blattstiel und Blattgrund.

Ein Blatt besitzt eine Ober- und eine Unterseite, ist also zweiseitig gebaut. Die Oberseite (Oberhaut) ist lichtdurchlĂ€ssig und mit einer Wachsschicht versehen. Diese verhindert die Wasserverdunstung und schĂŒtzt es vor BeschĂ€digungen. Darunter haben die Palisadenzellen ihren Platz, die wiederum Chlorplasten enthalten, die fĂŒr die Photosynthese verantwortlich sind. Das Schwammgewebe im Blattinnerem transportiert Gase und gibt einen regulierten Wasserdampf ab. Die Unterseite (Unterhaut) hat Spaltöffnungen, die zur Gas- und Wasserdampfaufnahme und Abgabe aus der Umgebungsluft dienen.

Chlor ist eines der reaktionsfÀhigsten Elemente, es verbindet sich fast mit allen Elementen unter einer starken WÀrmeentwicklung. Chlor wird durch Kalium oder Natriumchloridlösungen gewonnen. Chlorgas ist sehr giftig, es zerstört tierische und pflanzliche Zellen. Damit unser Trinkwasser frei von Algen und Bakterien ist, wird Chlor von den KlÀranlagen verwendet. Einige Teich-/Wasserpflegeprodukte beinhalten Chlor. Diese Produkte werden dann bei Algenproblemen eingesetzt. Hierbei sollte man auf die Herstellerangaben achten.

Chlorophyll (frisch, hellgrĂŒn und Blatt) ist ein Farbstoff, der von Organismen gebildet werden. Die sorgen wiederum fĂŒr die Photosynthese, wodurch unsere Garten- und Pflanzen ihre satte grĂŒne Farbe durch ChlorophyllmolekĂŒle bekommen.

Bei der Denitrifikation (Umwandeln) wird durch Bakterien der Abbau von Nitrat zu Stickstoff und Sauerstoff gewĂ€hrleistet. Die Bakterien entnehmen den Sauerstoff und der Stickstoff wird von der Luft aufgenommen. Das Umwandeln ist ein biologisches Verfahren, das zur Entfernung von Stickstoffverbindungen fĂŒhrt (z.B. Nitrat und Nitrit). Die Bakterien (Mikroorganismen) haben die natĂŒrliche FĂ€higkeit, diese Stickstoffverbindungen in grundlegenden Stickstoff umzuwandeln. Hierbei reduzieren sich Nitrate oder Nitrite zu Stickoxiden. FĂŒr die Pflanzen und Teichpflanzen ist es fĂŒr den Wachstum schĂ€dlich, hier werden den Pflanzen das notwendige Nitrat entzogen.

Eutrophierung (NĂ€hrstoffeintrag) ist eine Anreicherung von NĂ€hrstoffen in GewĂ€ssern, Gartenteich, Koiteich und Schwimmteich. Das bedeutet, dass der Phosphat- und Nitratgehalt zu hoch ist. Dadurch kommt es zu einem extremen Pflanzen-, Wasserpflanzen- und Algenwuchs. Die Algen trĂŒben anschließend das Wasser (Teich, Koiteich, Schwimmteich und Gartenteich). Nach einiger Zeit ist nur noch auf der OberflĂ€che genĂŒgend Licht fĂŒr die Photosynthese vorhanden. In den tieferen Schichten sterben die Algen ab, daduch kommt es zu einer Zersetzung und große Mengen an Sauerstoff werden verbraucht. Dies verursacht wiederum eine FĂ€ulnis und andere Stoffe, z.B. Ammoniak, bilden sich verstĂ€rkt. Dadurch kann es zu Fischsterben kommen oder “der Teich kippt um”.

Um das zu vermeiden, sollte man den Phosphateintrag verringern oder desöfteren die Wasserwerte messen und Wasserpflegeprodukte einsetzen, z.B. Phosphatbindemitteln.

Filterbeet/Filtergraben ist ein biologischer Filter. Hiermit kann man das Wasser biologisch filtern und reinigen. Wie groß ein Filterbeet/Filtergraben sein sollte, hĂ€ngt davon ab, ob es mit Fischbesatz ist oder nicht. Mit Fischbesatz sollte ein Filterbeet/Filtergraben ca. 40% des Teichvolumens haben. Ein Filterbeet/Filtergraben passt sehr gut in den Garten, das Ganze ist ĂŒber und unter Wasser dicht bewachsen und gibt dem Teich ein schönes Äußeres. Hierbei sollte man beachten, dass der Teich höher liegt als das Filterbeet/Filtergraben. Durch ein Saugrohr wird der Teich mit dem Filterbeet/Filtergraben verbunden. So kann das Wasser vom Teich in den Graben fließen. Die Pumpe ist meistens am Ende des Filterbeetes/Filtergrabens installiert, damit die Pumpe den Wasserspiegel ausgleichen kann (Pumpe arbeitet indirekt).

Das Wasser fließt langsamer durch den Filterbeet/Filtergraben als bei einem normalen mechanischen Filter. So kann sich ein großer Teil des Sediments absetzen und die Pflanzen im Filterbeet/Filtergraben können es abbauen. Vom Filterbeet/Filtergraben können wir das Wasser ĂŒber einen Bachlauf wieder in den Teich zurĂŒckfĂŒhren. So hat man einen geschlossenen Kreislauf. Wenn der Filterbeet/Filtergraben nicht mehr groß genug sein sollte, kann man jederzeit einen separaten Filter zusĂ€tzlich einbauen.

GesamthÀrte ist eine Verbindung von Kalzium und Magnesium mit KohlensÀure und SchwefelsÀure. Verbindung mit KohlensÀure = Karbonate, Verbindung mit SchwefelsÀure = Sulfate (auch Erdalkalien genannt).

Je höher deren Anteile im Gartenteich, Koiteich und Schwimmteich, desto hĂ€rter ist das Wasser. 1° dH = 10 mg Kalziumoxid pro 1000 ml oder 7,19 mg Magnesiumoxid pro 1000 ml. Die Werte fĂŒr ein sehr weiches Wasser liegen bei 0-4° dH, weiches Wasser 4-8° dH, mittelhartes Wasser 18-30° dH, alles, was ĂŒber 30° dh liegt, ist hartes Wasser.

GFK ist die AbkĂŒrzung fĂŒr GlasfaserverstĂ€rkter Kunststoff. GFK ist ein hochwertiger Faser-Kunststoff-Verbund. Im Boots- und Flugzeugbau wird es verwendet, weil das Material kaum etwas wiegt, aber dabei sehr stabil ist. Man kann mit GFK individuelle Garteiche, Koiteiche, Schwimmteiche bauen.

Kohlenstoffdioxid wird von den Pflanzen fĂŒr die Photosynthese benötigt. Die Teich- und Gartenpflanzen entnehmen Kohlenstoffdioxid (NĂ€hrstoffe wie Phosphate) aus dem Wasser. Durch die Photosynthese bilden die Pflanzen neue Biomassen. Dadurch wird Sauerstoff im Teichwasser ausgelöst und bleibt auch als gelöste Form im Wasser. Der Fischbesatz im Teich und die Teich- und Gartenpflanzen bei Dunkelheit verbrauchen den gelösten Sauerstoff im Wasser. Dies ist fĂŒr die Atmung der Fische und Pflanzen notwendig. Den benötigten Sauerstoff scheiden die Fische und Pflanzen als Kohlenstoffdioxid aus. Der Kohlenstoffdioxidgehalt steigt nachts an, weil die Teich- und Gartenpflanzen bei Dunkelheit die Photosynthese einstellen.

MikronĂ€hrstoffe ist ein Überbegriff fĂŒr alle Vitamine, Spurenelemente und Mineralien.

Mikroorganismen sind winzig kleine Lebewesen, die man mit dem bloßen Auge nicht erkennen kann. Dazu gehören Bakterien, Pilze, Blaualgen und ein Teil der Algen. Alle Mikroorganismen besitzen einen Stoffwechsel, d. h. sie können sich selbst fortpflanzen. Viren haben keinen Stoffwechsel und sind daher keine Mikroorganismen ; nur einige wenige Viren haben einen eigenen Stoffwechsel. Viele Mikroorganismen sind Einzeller (Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen) und ein geringer Teil sind Mehrzeller (Lebewesen, die aus mehreren Zellen bestehen). Einige Mikroorganismen benötigen kein Sonnenlicht, um sich zu vermehren – im Gegenteil, einige Sterben durch die Sonnenstrahlen sogar ab.

N steht fĂŒr das chemische Element Stickstoff. Stickstoff ist ein wichtiges Element fĂŒr alle Lebewesen. Die LufthĂŒlle unserer Erde besteht aus 78,09 vol% aus molekularem Stickstoff. Stickstoff ist ein wichtiges Element fĂŒr Eiweißstoffe. Daher ist Stickstoff auch ein wichtiger Baubestandteil aller Enzyme, die den Stoffwechsel von Menschen, Tieren und allen anderen Lebewesen steuert.

N-gesamt = Gesamtstickstoff ist ein Summenparameter. Es ist die Gesamtsumme einer Probe aus dem organischen Stickstoffanteil Harnstoff (Endprodukt aus Eiweißstoffwechsels), Peptide (AminsĂ€ure, die sich aus zweiten AminsĂ€ureresten aufbaut), Protein (Eiweiß) und dem anorganischen Stickstoffanteil Ammonium bzw. Ammoniak.

Nitratbakterien sind Bakterien, die im Wasser, Teichwasser und im Erdreich Nitrat produzieren. Durch den Energiestoffwechsel wird Nitrit zu Nitrat oxidiert. Hierzu zĂ€hlen noch einige, z. B. Nitrobacter, Nitrococcus, Nitrospira und Nitratbakterien, die fĂŒr die biochemische Nitrifikation wichtig sind.

Nitrate sind Salze der SalpetersĂ€ure. Ist eins des HauptnĂ€hrstoffs im Erdreich. Nitrate bilden sich mit Hilfe der Mikroorganismen und dem Luftstickstoff oder aus anderen stickstoffhaltigen Stoffen. Daher kommen Nitrate auch in GrĂŒnpflanzen vor. Der Grenzwert betrĂ€gt in der Trinkwasserverordnung 50 mg/l. Zuviel Nitrat kann im Körper gefĂ€hrlich werden weil, Nitrate werden im Körper teilweise in Nitrit umgewandelt, was zu einem Sauerstoffmangel fĂŒhren kann. Nitrate findet man auch in verschiedenen DĂŒngemitteln. Wenn diese falsch angewendet werden können Nitrate mit dem Regen ins Grundwasser gelangen weil, Nitrate haften sehr schlecht an Bodenteilchen.

Nitrifikanten sind Nitrobakterien und Bakterien, wodurch die Nitrifikation erfolgt. Die Nitrobakterien zĂ€hlen zu den Nitratbakterien und Nitritbakterien. Es gibt zwei bekannte Nitrifikanten: 1. Nitrobacter – dies sind Nitrat bildende Bakterien, 2. Nitrosomonas – dies sind Nitrit bildende Bakterien. Beide Bakterien leben im Erdreich und im Garten-, Koi- oder Schwimmteich. Die ErnĂ€hrung der Bakterien erfolgt durch “Chemo-litho-autotroph” und haben die FĂ€higkeit, sich durch Licht (Sonnenlicht) oder aber durch anorganische Substrate als Energiequelle, körpereigene, organische Substanzen aufzubauen. Diese Organismen brauchen keine energiereichen organischen Substanzen aufnehmen, weil diese darauf nicht angewiesen sind.

Nitrifikation ist eine bakterielle Oxidation/Umsetzung von Ammoniak (NH₃) bzw. Ammonium (NH₄+) zu Nitrat (NO₃).

Diese Umsetzung ist ein Teilprozess des Stickstoffkreislaufs im Ökosystem. Durch die Zersetzung der abgestorbenen Biomasse im Gartenteich, Koiteich, Schwimmteich werden Ammoniak bzw. Ammonium freigesetzt. Das freigesetzte Ammoniak bzw. Ammonium wird wiederum durch nitrifizierende Bakterien in zwei Schritten zu Nitrat oxidiert. Hierzu ist Sauerstoff (O₂) erforderlich.

Schritt 1: Nitritbakterien nehmen aus der Umgebung Ammoniak auf und oxidieren es zu Nitrit; dies wird dann nach außen abgegeben.

Schritt 2: Nitratbakterien nehmen das Nitrit auf und oxidieren es zu Nitrat. Ist das Nitrat freigegeben, kann es von den Pflanzen als stickstoffhaltiger MineralnÀhrstoff verwendet werden.

Durch den “Chemo-litho-autotrophen” Stoffwechsel, den nitrifizierende Bakterien fĂŒhren, werden durch die Oxidation Energien freigegeben, die zur Synthese von Adenosintriphosphat (ATP), Adenosindiphosphat (ADP) und Phosphat benötigt werden. ATP wird zum Aufbau von Biomasse aus Kohlenstoffdioxid benötigt. Nitrifizierende Bakterien können sich selbst ernĂ€hren (autotroph), d. h. der Kohlenstoffbedarf wird allein aus Kohlenstoffdioxid gedeckt. Dabei wird eine Chemosynthese betrieben (Stoffwechselvorgang, bei dem die Energie zur Reduktion des Kohlendioxid der Oxidation anorganischer Verbindung stammt).

Nitrobacter sind stĂ€bchenförmige, gramnegative Bakterien, die zur Energiegewinnung unter Sauerstoff von Nitritionen mit Sauerstoff zu Nitrationen fĂŒhren (oxidieren). Das wird auch als Nitratbakterien (Nitritoxidierer) bezeichnet. Dies ist der zweite Schritt der Nitrifikation. Der Nitrobacter besitzt ein sogenanntes inneres Membransystem wie viele andere nitrifizierende Bakterien auch. In dem Membran ist das Nitritoxidase-Enzym lokalisiert, das die Oxidation von Nitrit zu Nitrat fördert.

Ökologie (Lehre vom Haushalt) hat einen hohen Stellenwert in unserem Leben, den wir unbedingt beachten sollten, wenn wir uns ein gutes Leben auf der Erde wĂŒnschen. Ökologie ist die Darstellung eines Teilbereiches der Biologie, der sich mit Wechselbeziehungen aller Lebewesen (Mensch, Tier, Pflanzen und Mikroorganismen) untereinander beschĂ€ftigt. Gleichzeitig beschĂ€ftigt sich die Ökologie mit der unbelegten Umwelt (Boden, Klima und Wasser). Damit alles weiterhin gesund existiert, kann man sich die Ökologie nicht mehr wegdenken. Daher sollten man die Ökologie vor störenden EinflĂŒssen und BeeintrĂ€chtigungen schĂŒtzen.

Ökologisches Gleichgewicht ist z. B. eine Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren. Die sind eigentlich in der Lage, einige viele VerĂ€nderungen in ihrem Lebensraum eigenstĂ€ndig auszugleichen. Hat sich ein SchĂ€dling vermehrt, so vermehren sich auch die natĂŒrlichen Feinde bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Wir Menschen greifen andauernd in einen intakten Lebensraum ein. Das Eingreifen von Menschen verursacht verstĂ€rkt ArtenrĂŒckgĂ€nge, Klimaverschiebung, Absterben von Pflanz- und Tierarten bis hin zum Absterben von GewĂ€ssern. Damit das ökologische Gleichgewicht sich wieder verstĂ€rken kann, werden viele Biotope angelegt – so können wir der Natur wieder etwas davon zurĂŒckgeben, was wir zerstört haben.

Ökosystem ist ein Begriff fĂŒr das Verbundene / das Zusammengestellte. Dies setzt sich aus einer Biozönose und deren Biotop zusammen. Es ist ein offenes System mit Zu- und Abfuhr von Energien und Stoffen sowie ein interner Kreislauf. Dieser Kreislauf funktioniert folgendermaßen:

Pflanzen (nur die autotrophen) sind primĂ€re Erzeuger von abiotischen Quellen, diese bauen durch energiereiche organische Quellen die Photosynthese auf. Hat der Erzeuger seine Arbeit getan, kommen die Verbraucher (Pflanzenfresser/Fleischfresser). Die Verbraucher nehmen die Nahrung. Hierbei fallen tote organische RĂŒckstĂ€nde an, die durch den Erzeuger und den Verbraucher ausgeschieden werden. Die RĂŒckstĂ€nde werden durch einen Zersetzer wieder zu anorganischen Stoffen abgebaut. Die abgebauten anorganischen Stoffe werden dem Kreislauf zur VerfĂŒgung gestellt. Wichtige Ökosysteme sind: Seen, Teiche, Meere, FlĂŒsse, SĂŒmpfe, WĂŒsten, Steppen, WĂ€lder, usw.

Das Ökosystem hat eine Selbstreinigungskraft, z.B. in GewĂ€ssern, um so ein ökologisches Gleichgewicht zu erhalten. Beim Versagen kann es zu Änderungen bis hin zum Absterben im Teil- oder Gesamtheit kommen.

Organische Belastung eines GewĂ€sser, z. B. Teich, Fluss, See, kann man ĂŒber einen Summenparameter TOC (Total Organic Carbon/Gesamter organischer Kohlenstoff) bestimmen. Das Messergebnis zeigt, inwieweit unser Wasser organisch belastet ist. In der Regel werden durch Mikroorganismen organische Substanzen abgebaut. Die Mikroorganismen können den Abbauvorgang nur durch Verbrauch von Sauerstoff in Angriff nehmen. Hierbei kann es zu einem Sauerstoffmangel kommen, wenn das Wasser stark organisch belastet ist.

Daher sollte man bei einigen Pflegeprodukten fĂŒr den Gartenteich, Koiteich, Schwimmteich auf den Sauerstoff im Teich achten und ggf. die Sauerstoffpumpe einschalten.

Organische Verbindungen ist eine Sammelbezeichnung fĂŒr organische Verbindungen, die an einem KohlenstoffgerĂŒst (z. B. Eiweiß, Fette, Kohlehydrate, Alkohole aber auch halogenierte Kohlenwasserstoffe) hĂ€ngen. Sie zeichnen sich durch hohe StabilitĂ€t, AufnahmefĂ€higkeit von Lebewesen in deren Fettgewebe und schwere biologische Abbaubarkeit aus Das hat zur Folge, dass sie lange in den natĂŒrlichen KreislĂ€ufen bleiben.

pH-Wert ist eine Maßeinheit fĂŒr saure oder alkalische (basisch) oder flĂŒssige Stoffe, z.B. Teichwasser, Trinkwasser, GetrĂ€nke, Regen und andere. Hier wird der Gehalt an Wasserstoffionen gemessen. GrundsĂ€tzlich hat der pH-Wert einen Wert zwischen 0 und 14, pH < 7 saures Wasser, pH = 7 neutrales Wasser/reines Wasser, pH > 7 alkalisches (basisches) Wasser, bei 22° Wassertemperatur. Je nach Temperatur Ă€ndert sich auch der pH-Wert. Bei steigender Temperatur nimmt der pH-Wert ab. Die Messung kann man mit einem Teststreifen, wo ein Indikator aufgetragen ist, durchfĂŒhren. FĂ€rbt sich die Skala eher rot, ist mehr SĂ€ure im Teichwasser enthalten. FĂ€rbt sich die Skala eher blau, ist das Wasser alkalisch. Die Skala ist so gestuft, dass je ein Wert die SĂ€urestĂ€rke um den Faktor 10 erhöht, d.h. eine SĂ€ure mit pH=3 ist zehnmal so stark wie ein pH=4.

Daher sollte der pH-Wert in einem Gartenteiche, Koiteich und Schwimmteiche bei 7 – 9 liegen. In den meisten GewĂ€ssern bestimmt der KH und CO₂die Höhe des pH-Wertes. Die KH wird durch KohlensĂ€ure in Lösung gehalten. Beim Messen von Ammoniak immer pH-Wert auch messen, z. B. wenn das Wasser im Teich leicht sauer ist und das Frischwasser alkalisch, kann das Gesamtwasser im Teich alkalisch werden und Ammoniak wird unweigerlich freigesetzt. Daher sollte man evtl. das Frischwasser aussĂ€uern. Hier, der innere Kreislauf eines Teiches – Futterreste, Kot und Harnstoffe →je nach pH-Wert Ammonium (bei saurem Wasser) Ammoniak (bei alkalischem Wasser) →Nitrit →Nitrat.

Phosphate sind Mineralstoffe, die Phosphor enthalten. So befindet sich auch Phosphat in jedem Gartenteich, Koiteich und Schwimmteich. Dies gelangt ĂŒber das Fischfutter/Koifutter in den Teich oder entsteht durch das ĂŒbermĂ€ĂŸige Wachstum der Wasserpflanzen. Nebenwirkung der NĂ€hrstoffanreicherung sind z. B. Algen.

Photosynthese (Licht-Zusammensetzung) ist ein Ablauf der Pflanzen. Die Pflanzen/Wasserpflanzen nutzen die Energie des Sonnenlichts, um Zucker u. a. herzustellen. Der Ablauf fĂŒr die Umwandlung: In den BlĂ€ttern der Pflanze/Wasserpflanze/BĂ€ume gibt es einen Farbstoff, den man Chlorophyll nennt. Chlorophyll sorgt dafĂŒr, dass die BlĂ€tter von der Pflanze/Wasserpflanze/BĂ€ume Kohlendioxid aus der Luft und aus dem Grundwasser NĂ€hrstoffe aufbauen. Der Farbstoff “Chlorophyll” ist in den ZellblĂ€ttern als FarbstofftrĂ€ger eingelagert “Chloroplasten”. Hier findet die Photosynthese statt. Die Luft gelangt ĂŒber die Spaltöffnung der Blattunterseite in das Blattinnere. Hier wird die Luft durch alle HohlrĂ€ume bis hin zu den Zellen geleitet. Die Energie, die durch das Sonnenlicht gewonnen worden ist, regt das Chlorophyll an, es entzieht der Luft das Kohlendioxid. Das entzogene Kohlendioxid reagiert mit dem Wasser, was unsere Pflanzen/Wasserpflanzen/BĂ€ume durchfließt und als Endprodukt entsteht durch das durchfließen “Zucker/Traubenzucker”. Hierdurch ernĂ€hren sich die Pflanzen/Wasserpflanzen/BĂ€ume. Bekanntlich ist Zucker/Traubenzucker wasserlöslich, so kann es durch die ganze Pflanze/Wasserpflanze/Baum transportiert werden. Durch diese AblĂ€ufe wird Sauerstoff freigesetzt, der von allen Lebewesen (Menschen, Tiere) zum Ein- und Ausatmen benötigt wird.

Proteine/Eiweiß ist das Innere einer Zelle bei Lebewesen. Proteine haben eine große Funktion in der Zelle. Einige Proteine können durch die chemische Reaktion die Enzyme beschleunigen. Andere kĂŒmmern sich um den Transport der Stoffe. Proteine können auch vor Infektionen schĂŒtzen. Proteine werden aus AminosĂ€uren hergestellt, ein Protein kann mehr als 300 AminosĂ€uren enthalten. Das Prinzip ist bei allen Lebewesen gleich. Proteine haben immer eine andere Form, die FormĂ€nderung wird durch die zwanzig AminosĂ€uren festgelegt, je nachdem wie sich die AminosĂ€uren anordnen. Durch die Anordnung/Reihenfolge (Proteinsequenz) wird die Funktion eines Proteins festgelegt. Proteine werden konstant bei jedem Lebewesen gebildet und abgebaut. Durch die Nahrungsaufnahme werden die Proteine ĂŒber die Verdauung in AminosĂ€uren zerlegt. Diese werden absorbiert und genutzt, um andere Proteine bilden zu können. In verschiedenen Lebensmitteln sind Proteine enthalten, z.B. in Fleisch, Fisch, GeflĂŒgel, KĂ€se, Milch- und Milchprodukte, Eier, NĂŒsse, Getreide, GemĂŒse, HĂŒlsenfrĂŒchte und Samen. Damit sich ein Protein aufbauen kann, werden die Elemente Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff benötigt.

Rhizom (Eingewurzeltes/Wurzelstock) ist eine meist unterirdisches oder dicht ĂŒber dem Boden wachsende Sprossachse. Eine Sprossachse ist fĂŒr die ErnĂ€hrung der Wurzel und der BlĂ€tter ein wichtiges Grundorgan. Die Sprossachse sorgt fĂŒr die Stabilisierung, speichert Wasser und NĂ€hrstoffe und transportiert diese weiter. Alle Pflanzen, z. B. Bambus, die ein Rhizom bilden, können sich sehr leicht vegetativ vermehren.

Daher sollte man immer ein Rhizom-Stopp beim Bau einer Gartenteichs, Koiteichs und Schwimmteichs anbringen. So kann man beruhigt auch ein Bambus anpflanzen und muss sich keine Sorgen machen, dass man spÀter Löcher in der Teichfolie (EPDM-Folie/PVC-Folie) hat und stÀndig Wasser verliert.

Sauerstoffgehalt (OÂČ) kann man fĂŒr jeden Garteich, Koiteich und Schwimmteich umrechnen. Hierzu benötigt man den gemessenen SĂ€ttigungsgehalt. Jedes °C Wassertemperatur hat seinen eigenen 100% SĂ€ttigungsgehalt. FĂŒr die Umrechnung haben wir eine Tabelle zur VerfĂŒgung gestellt.

Berechnungsbeispiel/Formel bei 22° Wassertemperatur: Sie haben die den SÀttigungsgehalt gemessen und haben einen Wert von 7,5 mg/l ermittelt.

100 : 100%igen Wert von der Tabelle x gemessenen SĂ€ttigungsgehalt mg/l = SĂ€ttigung in %

100 : 8,53 = 11,72 x 7,5 = 87,92
d. h. das wir bei 22° eine SÀttigung von 87,92% haben.

°C – 100% OÂČ in mg/l °C – 100% OÂČ in mg/l
0° – 14,16% 15,5° – 9,66%
1° – 13,77% 16° – 9,56%
2° – 13,41% 16,5° – 9,46%
3° – 13,05% 17° – 9,37%
4° – 12,71% 17,5° – 9,28%
4,5° – 12,54% 18° – 9,18%
5° – 12,37% 18,5° – 9,11%
5,5° – 12,22% 19° – 9,01%
6° – 12,06% 19,5° – 8,93%
6,5° – 11,91% 20° – 8,84%
7° – 11,76% 20,5° – 8,76%
7,5° – 11,61% 21° – 8,68%
8° – 11,47% 21,5° – 8,61%
8,5° – 11,33% 22° – 8,53%
9° – 11,19% 22,5° – 8,46%
9,5° – 11,06% 23° – 8,38%
10° – 10,93% 23,5° – 8,32%
10,5° – 10,81% 24° – 8,25%
11° – 10,67% 24,5° – 8,18%
11,5° – 10,55% 25° – 8,11%
12° – 10,43% 25,5° – 8,05%
12,5° – 10,31% 26° – 7,99%
13° – 10,21% 26,5° – 7,92%
13,5° – 10,09% 27° – 7,86%
14° – 9,98% 27,5° – 7,81%
14,5° – 9,87%
15° – 9,66%

Die Schwimmblase ist lebensnotwendig fĂŒr die Fische. Nur durch die Schwimmblase können Fische in einer bestimmten Wassertiefe schweben. Das schaffen sie nur, indem sie die Volumen der Schwimmbalse verĂ€ndern können. Wenn der Fisch schwebt und gleichzeitig Luft in seine Schwimmblase pumpt, wird das Volumen grĂ¶ĂŸer und die Auftriebskraft nimmt zu. Da sein eigenes Gewicht gleich bleibt, wird der Fisch aufsteigen. Steigt der Fisch zu schnell, muss er Gas aus der Schwimmblase ablassen, damit die durch den geringer werdenden Wasserdruck VergrĂ¶ĂŸerung der Schwimmblase nicht ein zu schnelles Steigen bewirkt. Wird der Schwimmblase beim Schweben Gas entnommen, verliert sie an Auftriebskraft und der Fisch wird sinken. Durch die Flossenbewegung wird das Sinken und Steigen gesteuert. Die Balance wird durch den Druck in der Schwimmblase eingeleitet.

Der Schwimmteich ist ein neuer Lebensraumes fĂŒr Mensch und Natur, in dem Kleinstlebewesen, Mineralien und Wasserpflanzen, die die Aufgabe von chemischen Zusatzstoffen, z.B. Chlor, ĂŒbernehmen. Ein Schwimmteich wird in min. 2 bis max. 3 verschiedenen Zonen aufgeteilt: 1. Die tiefste Zone ist der Badebereich (ca. 2 m oder mehr), 2. Die tiefe Regenerationszone (befĂŒllt mit Schwimmteich-Substrat und Wasserpflanzen). 3. Die flache Regenerationszone (befĂŒllt mit Schwimmteich-Substrat und Wasserpflanzen).

Um die Steuerung eines komplexen Wasserkreislaufes gewĂ€hrleisten zu können, mĂŒssen die richtigen und effizienten Hydraulik-Komponenten ausgewĂ€hlt und eingesetzt werden. Erst dann kann das Wasser/Teichwasser durch die Pflanzen, Schwimmteich-Substrat, Mikroorganismen und Keime aufbauen und die ĂŒberschĂŒssigen NĂ€hrstoffe reinigen. Ein funktionierender Schwimmteich benötigt eine geringe Pflege und Wartung.

Stehende GewĂ€sser sind Seen, Teiche, TĂŒmpel, Weiher und KleinstgewĂ€sser. Die stehenden GewĂ€sser haben untereinander diverse Unterschiede. Die Unterschiede kann man leicht erkennen und verstehen. Der Unterschied zwischen einem See und einem Weiher ist, dass ein Weiher niemals so tief ist wie ein See. Dem Weiher fehlt die lichtlose Tiefenzone (Profundal), d. h. ein Weiher kann vollstĂ€ndig von Wasserpflanzen bedeckt werden, weil das Sonnenlicht teileweise bis zum Grund durchdringen kann. Nur in der Zeit von AlgenblĂŒte kann das Licht nicht bis zum Grund durchdringen. Weiher entstehen durch Verladung aus den Seen. Der Weiher und der Teich, Garten, Koiteich, Schwimmteich sind sich sehr Ă€hnlich. Der einzige Unterschied ist, dass ein Teich von Menschen angelegt wird und er einen Zu- und Abfluss besitzt. So hat man die Option, den Teich komplett auszuleeren oder bei Wasserverdunstung Frischwasser einlaufen zu lassen. TĂŒmpel sind Kleinst-GewĂ€sser, die eine Wassertiefe von weniger als 0,5 m haben. Je nach Jahreszeit kann der Wasserstand abfallen oder der TĂŒmpel gar austrocknen. KleinstgewĂ€sser sind z.B. PfĂŒtzen.

Stickstoff (N, Nitrogen, Salpeterbildner) ist ein lebensnotwendiger Bestandteil in der AtmosphĂ€re. Es ist farblos, geschmacklos und geruchslos, ist kein brennbares Gas. Technisch wird Stickstoff ĂŒber eine Verfahrenstechnik durch die Trennung (Fraktionierung) von flĂŒssiger Luft gewonnen. Die Atemluft besteht zu 78,1 Vol.% (75,51 Gew.%) aus Stickstoff. Bei einer erhöhten Stickstoffkonzentration kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, MĂŒdigkeit und Atemnot kommen. Stickstoff verursacht keine UmweltschĂ€den, weil es nicht als wassergefĂ€hrdender Stoff gilt. In der Elektro- und Metallindustrie wird Stickstoff als Schutzgas eingesetzt. Unter anderem auch als Treibmittel fĂŒr Sprays. Stickstoff tritt in GewĂ€ssern sowohl molekular als Stickstoff (N₂) als auch in anorganischer und organischer Verbindung auf. Gebundener anorganischer Stickstoff kommt meistens als Ammonium und Nitrat, in kleinsten Mengen auch als Nitrit, in den GewĂ€sser vor. Die grĂ¶ĂŸte Stickstoffquelle in einem Teich, Gartenteich, Koiteich, Schwimmteich stellt der Harnstoff dar.

Stickstoff ist ein Stoff, der Feuer zum Ersticken bringt. Stickstoff stellt viele wichtige organische Verbindungen her z. B. AminosĂ€uren und Proteine – das sind wichtige Elemente fĂŒr die Natur, damit sie weiterhin lebt.

Die Luft ist ein molekularer Stickstoff (N₂) und ist reaktionstrĂ€ge, daher kann es von Pflanzen nicht direkt aufgenommen und verwertet werden. Damit die Pflanzen es aufnehmen können, muss es ĂŒber die Wurzel der Pflanze in eine andere Verbindung umgewandelt werden. Nur ĂŒber die Wurzeln sind die Pflanzen in der Lage, Nitrat- und Ammonium-Ionen aufzunehmen. Über natĂŒrliche Wege wird die Umwandlung durchgefĂŒhrt. Andere Stickstofflieferanten sind verrottene Pflanzenteile und Ausscheidungen von Tieren.

Umkehrosmose ist ein natĂŒrlicher Prozess, der im Wasserreinigungsverfahren hauptsĂ€chlich fĂŒr Meerwasserentsalzung eingesetzt wird. Hier werden die Wasserpartikel der darin aufgelösten Substanzen getrennt. Diese Trennung folgt ĂŒber ein Membran, die fĂŒr Wasserpartikel durchlĂ€ssig ist. Durch den Einsatz in Verbindung mit Kohlefiltern oder anderen Filtermedien, kann das Wasser erhalten bleiben ohne Proteine, Pektine, Salze, Bakterien, Viren, organische Substanzen oder Ionensubstanzen. Eine Umkehrosmose benötigt keine Regeneration. Damit die Umkehrosmose funktioniert, wird ein Druck von außen angelegt, um den osmotischen Druck zu ĂŒbersteigen.

So wird das Wasser gezwungen, durch die Membran zu fließen und somit werden die Wasserpartikel zu einer hochkonzentrierten und gereinigten FlĂŒssigkeit getrennt. Z. B. wird Meerwasser/Salzwasser mit hoher Salzkonzentration dazu gezwungen, dass es auf die Seite fließt, wo die Salzkonzentration gering ist. Die dabei gelösten Stoffe werden durch die Membran zurĂŒckgehalten. Hierzu benötigt man einen Druck von ca. 60 bar oder mehr.

Das Umkippen eines Gartenteichs, Koiteichs und Schwimmteichs kommt meistens im Sommer vor. Im Sommer haben die Algen mehr Sonnenlicht und mehr WĂ€rme und haben dadurch eine bessere Wachstumsbedingung. Durch die WĂ€rme (Wassertemperatur) nimmt die Löslichkeit von Sauerstoff ab und trĂ€gt zu Sauerstoffmangel bei. HĂ€ufig ist auch eine starke Anreicherung von NĂ€hrstoffen (Nitrat, Phosphat) der Grund fĂŒr das Umkippen eines Teiches. Dies fĂŒhrt zu sauerstofflosen Abbauprozessen. Das Wasser im Teich ist in drei Temperaturschichten getrennt. In der oberen Schicht ist das Wasser warm, durch die Sonnenstrahlen leben hier die Algen. Die Mittelschicht nennt man auch die Sperrschicht, diese hat eine große innere Temperaturdifferenz, weil in der unteren Schicht das Wasser sehr kalt ist. Abgestorbene Algen, Fischkot, Futterreste (tote Biomasse) sinken von der oberen Wasserschicht in die untere Wasserschicht, die hier von den aeroben Bakterien abgebaut werden (Bakterien, die Sauerstoff fĂŒr den Stoffwechsel benötigen). Solange alles im Takt ist, funktioniert dieser Kreislauf – kommt in diesem Kreislauf irgendetwas zum Schwanken, sprechen wir ĂŒber das Umkippen. Nimmt der sauerstofflos anaerobe Abbauprozess gegenĂŒber dem aeroben Abbauprozess zu, bildet sich Faulschlamm, der immer mehr wird und der Teich fĂ€ngt an faulig zu stinken (Methan und Schwefel).

UV-C Bestrahlung (Ultraviolettstrahlung) ist eine Art von Desinfektion und Hygienisieren des Teichwassers von Bakterien, Keime und Algen. Die UV-C- Strahlung zerstört die Struktur von Algen und Bakterien, dadurch kann man die Vermehrung stoppen. Ein UV-C GerĂ€t kann man nach dem Teichfilter (behandelt das von grobem Schmutz befreite Wasser auf Algen und Bakterien) oder vor dem Teichfilter (behandelt vor der Filterung das Wasser auf Algen und Bakterien) einsetzen. Um das Teichwasser auch von Keimen zu reinigen, benötigt man ein UV-C GerĂ€t, das einen WellenlĂ€ngenbereich von 200 bis 280 nm (Nanometer) besitzt. Nur dann hat ein UV-C GerĂ€t eine Wirkung auf die Keime. Die Algen und Bakterien werden von 254 nm am ehesten geschĂ€digt. Das genetische Erbmaterial (DNA) der Alge wird so verĂ€ndert, dass die Mikroorganismen sich nicht lĂ€nger reproduzieren können und absterben. Wichtig ist, dass die Lampe des UV-C GerĂ€tes jede Teichsaison ausgetauscht wird. Die Lampen haben eine begrenzte Lebensdauer je nach Fabrikat von ca. 8000 Stunden. Tauscht man die Lampe nicht aus, wird auch die Wirkung stark abnehmen. UV-C Strahlungen sind fĂŒr die Fische und Pflanzen im Teich nicht giftig. Man sollte immer ein passendes UV-C GerĂ€t installieren z. B. min. 2 Watt pro Teichwasservolumen/mÂł, je nach Region und Sonneinstrahlung bis 4 Watt pro Teichwasservolumen/mÂł.

Wasser ist eines der wichtigsten Elemente auf der Erde – ohne Wasser wĂŒrde auf der Erde kein Leben stattfinden. Der Mensch und einige Lebewesen bestehen zu dreiviertel aus Wasser, ebenso einige Pflanzen und GemĂŒsesorten. Auch unser Planet “Erde” ist zu dreiviertel mit Wasser bedeckt, davon sind mehr als 97% Salzwasser (Meereswasser) und fĂŒr Menschen ungenießbar, ca. 2% Eis im Nord- und SĂŒdpol und weniger als 1% als genießbares SĂŒĂŸwasser. Ein großer Teil von dem SĂŒĂŸwasser befindet sich im Grundwasser (Regenwasser). Das Grundwasser ist sehr sauber, weil alle Schmutzstoffe im Boden gefiltert und zurĂŒckbehalten werden. Da immer mehr Giftstoffe wie Insektengifte, DĂŒnger, Waschmittel und GĂŒlle in den Boden gelangen, ist das Grundwasser/Trinkwasser sehr gefĂ€hrdet. Wasser ist leider ein nicht ersetzbarer Naturstoff.

Wasserpflanzen im Gartenteich, Koiteich und Schwimmteich leben ganz oder teilweise unter Wasser. Landpflanzen wurden an das Leben im Wasser angepasst. Die Wasserpflanzen werden nach ihrer Wuchsform in verschiedenen Gruppen unterteilt z. B.:
Gruppe: Freischwimmende Wasserpflanzen (Pleustophyten)
– unter Wasser freischwimmende Wasserpflanzen, wo höchstens die BlĂŒte an der OberflĂ€che zu sehen ist z. B. WasserschlĂ€uche (Utricularia)
– an der OberflĂ€che freischwimmende Wasserpflanze, die BlĂ€tter stehen im Austausch mit der Luft z. B. Wasserhyazinthe, Schwimmfarne
Gruppe: Wasserpflanzen, die am/im Boden haften (eigentliche Hydrophyten)
– Wasserpflanzen, die ganz unter Wasser leben, z. B. Wasserfeder, SeegrasgewĂ€chs, LaichkrĂ€uter
– Wasserpflanzen, die teils unter Wasser und teils ober Wasser Leben, z. B. LotusgewĂ€chs, Schwimmblattpflanze, SeerosengewĂ€chs
Gruppe: Uferpflanzen (litorale Helophyten)
– Pflanzen, die unter Wasser lebensfĂ€hig bleiben, z. B. Röhricht-Pflanze, Teichbinse und Teich-Schachtelhalm können sehr weit in den Teich vordringen
– Pflanzen, die nur ĂŒber Wasser lebensfĂ€hig sind und die BlĂ€tter unter Wasser absterben, z. B. Schilfrohr
Gruppe: Sumpfpflanzen (eigentliche Helophyten)
– Pflanzen, wo die Wurzeln fĂŒr mehrere Wochen und Monaten durch Wasser bedeckt sind. Die Pflanze kann eine lange Überflutungsphase ertragen.

GrundsÀtzlich unterscheidet man zwischen Tauchpflanzen (submerse Pflanzen) und Schwimmpflanzen an der WasseroberflÀche.

Der Gartenteich im Verlauf der Jahreszeiten

Gern unterstĂŒtzen die teichitekten Sie ganzjĂ€hrig bei der Pflege Ihres Wassergartens: Arbeiten rund um den Pflanzenwuchs, Technikwartung, Pflege der baulichen Einrichtungen und Beobachtung der Tiere. Im Wechsel der Jahreszeiten verĂ€ndert unser Wassergarten sein Bild. Jede Jahreszeit stellt andere Anforderungen an den Teich. Teichpflege im FrĂŒhling, Sommer, Herbst und Winter ist immer anders, auch im Hinblick auf den Zeitaufwand. 

Bitte beachten Sie, dass im FrĂŒhling die steigende Wassertemperatur eine entscheidende Rolle spielt.

Bis 8 Grad Celsius Wassertemperatur
Die Teichpumpen sind ausgeschaltet, denn die UmwĂ€lzung von warmen Wasserschichten an die kalte OberflĂ€che lĂ€sst den Teich zu stark auskĂŒhlen. Nutzen Sie die Zeit, um den Teichrand (Folie) auf SchĂ€digungen durch Eis zu prĂŒfen. Fische im Teich nicht fĂŒttern.

Bis 15 Grad Celsius Wassertemperatur
Es ist Zeit fĂŒr eine ÜberprĂŒfung der Technik im Teich. Die Teichpumpe machen Sie mit einem Spezialreiniger fit fĂŒr die beginnende Saison. Bei UVC-GerĂ€ten ĂŒberprĂŒfen Sie die UVC-Lampen oder tauschen diese aus. Reinigen Sie Ihre Teichfilter und ersetzen Sie, wenn nötig Filtermaterial. Ab ca. 10 Grad Celsius können Teichfilter mit Spezialbakterien starten. Bitte ĂŒberprĂŒfen Sie die Wasserwerte. Der pH-Wert ist bei 7,5 ideal (vormittags, Uhrzeit notieren), Nitrit unter 0,1 mg/l. Ab zirka 8 Grad Celsius die Fische anfĂŒttern.
Wichtig: Mulm und Teichschlamm absaugen und im Anschluss einen Phosphatbinder verwenden. So bleiben Ihnen frĂŒhe und heftige Algenplagen erspart.

Bis 20 Grad Celsius
Das bleibt im Jahresverlauf wichtig: regelmĂ€ĂŸig die Wasserwerte ĂŒberprĂŒfen (Datum und Uhrzeit notieren).
FĂŒr unsere Experten: Koi wachstumsgerecht fĂŒttern, sodass die Farben zur Geltung kommen.

Nun beginnt die Zeit der intensivsten Garten- und Teichnutzung. Die Tage sind am lĂ€ngsten, die Temperaturen sind am höchsten, die AnsprĂŒche an einen klaren und gesunden Teich bedeutend.

Sauerstoff
Bei hohen Temperaturen steigt der Sauerstoffbedarf! Bei besonders warmem Wasser haben Gartenteiche den schnellsten und intensivsten Stoffumsatz. Dies bedeutet zum einen, dass Ihre Tiere mehr gefĂŒttert werden und/oder Nahrung zu sich nehmen und zum anderen, dass die Algen wachsen und Ihr Teichfilter auf Hochtouren arbeitet. Alles steht und fĂ€llt mit dem Sauerstoffgehalt in Ihrem Teich. Achten Sie immer auf die Wasserwerte und den Sauerstoffgehalt.

Fische
Im Sommer wachsen Ihre Fische am schnellsten. Trotz allem kann es passieren, dass Ihre Fische – insbesondere Kois – zwar grĂ¶ĂŸer geworden sind aber trotz allem farblos wirken. Auch wenn es sich dem ersten Anschein nach seltsam anhört, mĂŒssen bei den Kois die Farben mitwachsen. In ihrer natĂŒrlichen Umgebung ist dies fĂŒr die Fische kein Problem. In Ihrem Garten- bzw. Fischteich mĂŒssen Sie an dieser Stelle mit speziellem Futter aus der Spirulina Alge genau diesen Effekt erreichen. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihre Fische nicht mit qualitativ minderwertigem Futter versorgen. Sie schaden damit nicht nur Ihren Tieren, sondern auch der WasserqualitĂ€t.

Algen
Algen gehören zu Ihrem Teich dazu, und solange sich deren Ausbreitung in Maßen hĂ€lt, stellen sie auch kein Problem dar. Gerade im Sommer ist aber das Wachstum besonders stark. Es ist wichtig, dass Sie ein Auge darauf haben. Zu viele Algen in Ihren Teich stören das Gesamtbild und gefĂ€hrden das ökologische Gleichgewicht.

Nun fallen die BlĂ€tter, die Temperaturen sinken und auch die Tage werden wieder merklich kĂŒrzer. Damit Ihr Teich im nĂ€chsten Jahr algenfrei und fit ist, teichitekten Tipps fĂŒr den Herbst:

1. Teichschlamm raus
Teichschlamm und Sedimente zehren Sauerstoff, denn Mikroorganismen bauen jederzeit organisches Material ab, wobei sie Sauerstoff verbrauchen. Daher empfiehlt es sich vor dem Winter den Teichschlamm zu entfernen. Sowohl die mechanische Entfernung mit dem Teichschlammsauger, als auch der Einsatz von Schlamm abbauenden Produkten funktionieren gut. Auf diese Art können Sie Ihren Teich entlasten.

2. BlÀtter raus
Je weniger organisches Material in den Gartenteich gelangt, desto besser. Ein im Herbst aufgespanntes Laubschutznetz verhindert wirkungsvoll, dass BlĂ€tter in den Teich gelangen. Besser ist allerdings der Einsatz von Skimmern, die bereits beim Teichbau berĂŒcksichtigt werden können.

3. Technikpause
Teichtechnik bei Wassertemperatur unter 8 °C abbauen, reinigen und gegebenenfalls einlagern. Den Teichfilter weiterlaufen zu lassen, wenn die Temperatur noch tiefer sinkt, erfĂŒllt keinen Zweck und stört Fische beim Überwintern. In AusnahmefĂ€llen kann die Technik auch ganzjĂ€hrig betrieben werden. Dies ist jedoch vom Einzelfall abhĂ€ngig. Gerne beraten wie Sie dabei.

4. Pflanzenschnitt
Welke und abgestorbene Pflanzenteile sollten vor dem Winter zurĂŒckgeschnitten werden, damit sie das Wasser nicht belasten. Schilf- oder RohrkolbenbestĂ€nde werden ausgedĂŒnnt, wobei einige Halme und StĂ€ngel stehen bleiben, um fĂŒr einen guten Gasaustausch durch die Eisdecke zu sorgen.

5. Ruhe
Bei jeder Störung verbrauchen die Tiere, die im Gartenteich ĂŒberwintern, wertvolle und knappe Energie. Arbeiten am Teich sollten deshalb vor dem Winter abgeschlossen werden.

6. Dezenter Beginn
Die Tiere im Teich spĂŒren sehr gut, wann sie wieder aktiv werden, und auch die Mikroorganismen im Filter sind bei einer Wassertemperatur von unter 10 °C noch sehr in der Leistung eingeschrĂ€nkt. Ein Thermometer im Teich gibt Auskunft darĂŒber, wie es mit dem Aufwachen des Gartenteiches bestellt ist.

7. Fische eingeschrĂ€nkt fĂŒttern
Fische sind wechselwarme Lebewesen, deren Körpertemperatur der Temperatur der Umgebung entspricht. Unter 8 °C funktionieren die Verdauungsenzyme der Fische nur noch eingeschrĂ€nkt, sodass auf eine FĂŒtterung mit normalem Futter verzichtet werden sollte, um die Verdauung nicht unnötig zu belasten. Die Fische fressen zwar noch, können das aufgenommene Futter aber nicht mehr richtig verwerten. Ausnahmen sind Spezialfutter, die extra fĂŒr die kalte Jahreszeit entwickelt worden sind.

Wenn scheinbar alles ruht, arbeitet es auch im Winter in Ihrem Teich weiter. Auf keinen Fall sollte zur Sauerstoffversorgung eine geschlossene Eisdecke aufgehackt werden. Das wĂŒrde die Tiere nur stören und viel Energie verbrauchen, die fĂŒr den Stoffwechsel benötigt wird. Besser ist es, durch nicht ganz heruntergeschnittene StĂ€ngelpflanzen oder einen Eisfreihalter fĂŒr den nötigen Sauerstoff zu sorgen. Der Ausströmerstein einer Membranpumpe wird zur Sauerstoffzufuhr (nur in der mittleren Wasserzone ca. 40 – 60 cm Tiefe) platziert, damit das wĂ€rmere Wasser am Teichgrund nicht nach oben steigt und dort auskĂŒhlt.

Auch im Winter versorgen Algen den Gartenteich mit lebensnotwendigem Sauerstoff, dafĂŒr benötigen sie jedoch Licht. Ist der Teich zugefroren und mit Schnee bedeckt, kann man Bereiche vorsichtig abfegen, damit genĂŒgend Sonnenlicht in den Teich gelangt.