Teichitekten Teich-Blog Artikel nach Datum gefiltert: April 2017

EPDM-Workshop

Bei der Firma Werner Gartengestaltung in Elsenfeld fand für zahlreiche Teilnehmer ein EPDM-Workshop statt. Teilnehmer waren die Fachbetriebe GaLaBau und Abdichtung.

Behandelt wurde im zweitägigem Workshop Theme wie EPDM-Abdichtungen für Wassergärten, Nahtverbindungen, Innenecken, Außenecken, Rohrdurchführungen, Flächenfixierungen, Einströmdüsen u.a.

Die Referenten waren Michael Hügemann, Lutz Klausmeyer (beide: Firestone Building Products, Brüssel) und Michael Meßner.

Alle Teilnehmer bestanden und durften ihr Teilnahmezertifikat mitnehmen.


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Wasserachse

Formale Wasserflächen sind die Trendsetter im Formalen Garten. In Form gebrachte Wasserwege, Kanäle und Achsen sind schon lange wesentlicher Bestandteil der Gartenkultur.

Eben diese Elemente finden sich vermehrt in deutschen Hausgärten wieder. Wasserachsen aus Beton, Edel- oder Cortenstahl oder aus Folie (EPDM) teilen Gartenräume, spiegeln in ihrer Oberfläche da Haus oder Bäume wieder und erzeugen im wahrsten Sinne des Wortes Spannung. Die Wasserflächen sind so gerade ausgerichtet, dass der Wasserspiegel sich exakt an der Oberkannte des Beckens orientiert und ein wenig an Oberflächenspannung erinnert.
Sind solche Elemente beleuchtet oder schießen Fontänen aus ihnen hervor, kann man sich im eigenen Garten wie ein barocker König fühlen.

Wenn auch aus eher kulturellen- und gesellschaftlichen Gründen, haben bereits Römer, Khmer, orientalische und europäische Herrscher des Mittelalters und der frühen Neuzeit Wasser in Form gebracht. Insbesondere während des Barocks des ausgehenden 17. Jahrhunderts und des 18. Jahrhunderts wurde der formelle Stil mit Einbindung von Wasserachsen und Fontänen populär. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

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Schwimmteichbau - historische Herausforderung

Jeder Schwimmteich ist so individuell wie seine Besitzer.
Wenn ein Schwimmteich harmonisch an einenüber 300-jährigen Hof angegliedert werden soll, ist es wichtig, nicht die planerische Übersicht zu verlieren. Grund genug für Stefan Plomer, teichitekt aus Landshut, in die Luft zu gehen.

„So machen wir es“, sagt der Bauherr entschlossen und lässt seine Hand demonstrativ auf den Tisch fallen. Soeben hat ihm Stefan Plomer den finalen Entwurf des zukünftigen Schwimmteiches präsentiert und damit ins Schwarze getroffen.

Der Entscheidung voraus ging eine ganz besondere Planungsphase. Der Standort des neuen Teiches war ein Ort in Niederbayern. Genauer gesagt ein Hof, der eine über 300-jährige Geschichte aufweist. Dieser prägende Umstand sollte sich auch im Schwimmteich wiederfinden und ihn nicht wie einen Fremdkörper wirken lassen. Ein Teich, der die dort lebenden Generationen verbindet, also auch seniorengerecht ist. Der sein Aussehen an den regionalen und historischen Gegebenheiten anpasst, wodurch der Auswahl geeigneter Baustoffe eine besondere Bedeutung zukam.

Der Hof ist ein sogenannter Vierseithof. Es handelt sich um einen von vier Seiten umschlossenen Wirtschaftshof. Eines der vier umschließenden Gebäude sollte der Schwimmteich ersetzen, da hier bereits seit Jahrzehnten eine Lücke war.
Die Größe des Teiches ist, auch um die Lücke im passenden Größenverhältnis zu schließen, durchaus imposant. So wurde 350 m³ Erde ausgehoben und eine Höhendifferenz von 2,20 Meter abgefangen. Die Schwimmfläche beträgt nun 5 x 15,50 Meter. Die Tiefe ist mit 2,20 Metern durchaus auch für Kopfsprünge geeignet.

Das teichitekten RTF 150.000 Filtersystem sorgt für klare Sicht im Teich, denn „nichts ist schlimmer als am Ende in trübem Wasserbaden zu müssen“, so der Fachmann aus Landshut. Damit sich der Teich harmonisch in die gesamte Hofanlage integriert, wurden 650 Stauden und Gräser als Randbepflanzung sowie 150 Wasserpflanzen und 4 Solitärbäume zur Raumbildung, eingesetzt.

Am Ende blicken die Bauherren voller Stolz auf ihren neuen Schwimmteich. Nicht nur weil ihnen der Teich so sehr gefällt, sondern auch, weil die lange Hofgeschichte um ein Kapitel reicher ist.

„Damit auch die Senioren des Hauses ohne Probleme einsteigen können, haben wir eine zweite Ebene mit einer Tiefe von nur 1,40 Metern und separater Einstiegsleiter geschaffen“, berichtet Plomer über Nutzungsbesonderheiten.

Damit die 160m³ Füllwasser in der Hanglage an Ort und Stelle bleiben, wurde der Höhenunterschied mit Quadern und Mauersteinen aus Muschelkalk gestaltet. Das Holzdeck aus Thermokiefer ist besonders stabil und resistent gegenüber Fäulnis. Die Hölzer werden bei ca. 170°C – 250°C unter Sauerstoffarmut für 24 – 48 Stunden erhitzt. Dadurch werden die Eigenschaften für die Nutzung im Außenbereich deutlich verbessert.



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Der Kurzurlaubgarten

Kurzurlaub nach Feierabend

Es gibt Gartenbesitzer, die es lieben im Garten zu sein. Zu schaffen und zu arbeiten und mir ihren Händen das Bild ihres Gartens aktiv zu formen. Und es gibt Gartenbesitzer, die all das auch gerne machen würden, es aber zeitlich einfach nicht schaffen. Familie und Beruf gehen vor und lassen nur wenig Freiraum für andere Aktivitäten. Aber müssen diese Passivgärtner auf ihre grüne Oase verzichten? Nein, sie muss nur anders gestaltet sein.

Die Anforderungen seines Auftraggebers waren Alexander Deister, teichitekt aus Grünstadt, sofort klar: Ein schöner Garten, ein toller Teich und das alles bitte möglichst pflegeleicht. Der findige Experte von Deister Gartencreativ vertiefte sich umgehend in die Planung. Herzstück des neuen Gartens sollte ein 4 x 8 Meter großer Schwimmteich mit Sonnendeck sein. Als technischen Lösungsansatz wählte Deister das TECO Mini System von teichitekten/teich & Co., dass eine sehr platzsparende und effiziente Bauweise ermöglicht aber wartungsarm für den Betreiber ist.

Über eine Skimmerklappe läuft das Wasser aus dem Schwimmbereich in den Filterteich. Dieser wurde geschickt unter einem Holzdeck aus sibirischer Lärche versteckt, so dass der Betrachter lediglich die nutzbare Wasserfläche erkennt. Die Holzart des Holzdecks hat sich am Teich durchaus bewährt. Sie ist sehr robust und scheint auch mit Wassernähe keine Probleme zu haben. Im Filterteich befinden sich die TECO Filterrohre in einem, basierend auf einer Füllwasseranalyse optimierten, aquiva Schwimmteichsubstrat.

Zusätzliche Sauerstoffleitungen verbessern die Filterleistungen der Mikroorganismen, die sich über diese Extraportion CO2 in Form vom klarem Wasser bedanken.

Eine Rückspülleitung ermöglicht einfache und schnelle Wartungsarbeiten im Herbst, wenn das Substrat mittels Schlammsauger von Sedimenten befreit wird. Das gereinigte Wasser wird über Einströmdüsen in den Teich zurückgeführt. Auf Wunsch kann auch noch ein kleiner Wasserfall (Edelstahlschütte) betrieben werden.

Optisch sehr schön gelöst ist der Teichrand. Hierzu verwendete Deister sehr hochwertige, formale Granitplatten, die den architektonischen Ansatz der Beckens gekonnt unterstreichen. Alles in einem ein hocheffizientes und sehr wartungsarmes Schwimmteichsystem, dass den Bauherren deutlich mehr Freizeitspaß im Garten verschafft.

Neben diesem neuen Herzstück des Gartens wurde eine organische Rasenform, auf zwei Ebenen angelegt, um das starke Gefälle im Garten einzufangen. Dazu verwendete das Team von Deister ca. 30 Tonnen Andesith-Findlinge, um die Böschung abzufangen. Natürlich durfte auch der Rasen der Idee der Arbeitsminderung nicht nachstehen:

Deister installierten eine regelbare Beregnungsanlage, die den Bauherren auch an heißen Tagen jederzeit mit nicht weniger als 15 Versenkregnern beim Wässern unterstützen.

Ob noch ein automatischer Rasenmäher angeschafft wird, darüber ist sich die Bauherrenfamilie noch uneins. Ein bisschen Gartenarbeit darf ja doch sein.


Eckdaten

Baujahr: 2015
Oberfläche: 32m2
Volumen: ca. 64.000 Liter
Max. Tiefe: 2,00 Meter
Technik & Ausstattung: Folienbecken mit schwarzer EPDM Folie. Teichitekten/Teich & Co. TECO Mini 80.000. Pumpe: Messner eco-Tec2 16.000, teich-i-tekten Belüftungs-Set 60
Reinigungsprinzip: Das Wasser wird über eine Skimmerklappe in den Filterteich geleitet und dort mittels Schwimmteichsubstrat und TECO Filter gereinigt und aufbereitet. Zusätzliche Sauerstoffzuführung optimiert diesen Vorgang. Rückspülleitungen ermöglichen eine einfache Wartung. Das Wasser wird über Einströmdüsen wieder in den Schwimmbereich gepumpt.
Betriebskosten/ Jahr: ca. 28 €/Monat im Jahresdurchschnitt, das entspricht 0,45 €/m3 Teichvolumen, zzgl. Kompressor, (Basis 9 Monate Laufzeit, 28 Cent/kwh)


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Wasser bewegt

Wasser zieht uns einfach in seinen Bann:
Aber um dem Geheimnis vom Wasser auf die Spur zu kommen, bedarf es mehr als es in seine Bestandteile aus Wasserstoff und Sauerstoff aufzuteilen.

Der menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser. Kein Wunder also, dass wir von innen heraus eine gewisse Sympathie für das nasse Element hegen und es uns unser ganzes Leben lang begleitet. Der griechische Philosoph Thales von Milet (um 624 – 547 v. Chr.) wusste schon vor der Zeitenwende zu berichten: Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.

Nicht nur im antiken Griechenland, auch hierzulande war Wasser stets ein echter „Publikumsmagnet“. Insbesondere Quellen und Flüsse haben es unseren Altvorderen angetan: So wurden an solchen kultischen Orten nicht selten Opfergaben und andere Fundgegenstände aufgespürt, die in früheren Epochen, zum Beispiel durch die Kelten, dort hinterlassen wurden.

Wasser ist in uns, Wasser begleitet uns durch die Geschichte: So verwundert es auch nicht, dass auch heute noch eine große Faszination auf uns überspringt, wenn wir auf Wasser treffen. Haben Sie schon einmal kleine Kinder beobachtet, wenn sie beim samstäglichen Einkauf in der Fußgängerzone ein sprudelndes Wasserspiel ausmachen?! Wache Elternaugen können davon so manches Liedchen singen, wenn die Kleinen beim Spielen an Wasserflächen beobachtet werden müssen.

Diese Faszination, die uns im Kindesalter so manch spannenden Tag voller Abenteuer bescherte, lebt auch in der Welt der Erwachsenen fort und spiegelt sich in der Gartengestaltung wider.

Es muss nicht das große Formalgewässer oder der badeseegroße Schwimmteich sein: Bewegtes Wasser im Kleinformat reicht meistens schon aus, um unseren in uns steckenden Urtrieb nach Wasser zu befriedigen.

Die Nachfragen nach eben solchen Lösungen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Projekte wie Bachläufe, Wasserfälle, Wasserspiele und Kaskaden haben sich in unserem Tagesgeschäft etabliert. Sie können sich auch ohne größeren Aufwand, wie Baggerarbeiten, harmonisch in die bestehende Gartengestaltung integrieren lassen. Die Auswahl der passenden Materialien sollte stimmig sein. Maßgebend ist vor allem die bestehende Gartengestaltung: So sollten Steine, Kiese oder Splitte dem Gartenstil entsprechen. Weißer Carrara-Marmor wird sich in einem Cottage Garten eher weniger integrieren lassen, als verwitterter Sandstein oder Materialien, die diesen ländlichen Gartencharakter unterstreichen. Einem natürlichen Garten stehen natürliche Formen besser als streng formale. So sollten Bachläufe optisch mäandrieren, dabei können auch trockene Bachlaufbereiche geschaffen werden, die durch Kiese und Splitte in den Garten „skizziert“ – und nicht mit Wasser betrieben werden.

Der formale Garten verlangt ebenso formale und geradlinige Formen. Betonbecken als Wasserachse sind hervorragend geeignet. Bestückt mit filigranen Wasserkaskaden oder einer Wassereinspeisung, zum Beispiel durch puristische Metallrohre, schmeicheln sie dem betrachtenden Auge des Liebhabers dieses Klassikers der Gartengestaltung, übrigens schon seit dem Barock.

Mögen die Wasserbilder auch noch so klein sein, gilt es doch einige Spielregeln zu beachten, möchten Besitzer und Betrachter auch nach Jahren noch voll Freude vom „Quell im Garten“ sprechen.

All diese Wasserspiele haben in der Regel ein Wasserreservoir, einen geschlossenen Wasserkreislauf und eine Pumpe zur Wasserbewegung gemeinsam. Setzen Sie bei Pumpen auf die Qualität deutscher Produzenten wie Messner. Hier sind in Sachen Haltbarkeit, Energieeffizienz und natürlich auch beim Preis eigentlich keine negativen Überraschungen zu erwarten. Insbesondere Bachläufe haben so einige Parallelen zu normalen Gartenteichen.

So ist es auch hier wichtig, dass eine funktionierende Kapillar sperre verbaut wurde. Auch der Eintrag von Oberflächenwasser ist unbedingt zu vermeiden, da ansonsten organische Substanzen und Dünger (Nährstoffe) dem Wasserkreislauf zugeführt werden und so ideale Nährbedinungen für Algen bieten. Beim Bau aller Wasseranlagen sollte eine Wasserwaage kein Fremdwort sein. Wasser geht den Weg des geringsten Widerstandes. Die Topographie des Geländes ist bei der Bestimmung der Flussrichtung sehr wichtig. Insbesondere Staustufen im Bachlauf, Wasserfälle und andere „Fließhindernisse“ müssen exakt ausnivelliert werden. Deutlich wird dieser Umstand im formalen Garten: Für den Betrachter ist eine optische Oberflächenspannung des Wassers in einem Betonbecken besonders reizvoll. Stehen hier Seitenränder ungleichmäßig hoch ab, wird diese Stimmung nicht erzielt und das ganze Bauwerk wirkt seltsam, irgendwie verpfuscht.

Wie auch immer der Weg zum kleinen Quell im eigenen Garten aussieht, die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig und bieten dem Gartengestalter tolle und kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Auch wenn Sie noch nicht Wassergartenbesitzer sind, mit etwas Geschick können Sie schon bei einem der ersten Grillabende an einem warmen Frühlingstag der Faszination Wasser erliegen.

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